Rede des Gemeindevertreters Günter Seyda anlässlich der konstituierenden Sitzung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie zur konstituierenden Sitzung der 6. Gemeindevertretung in Petershagen/Eggersdorf.

Gemäß § 37 Abs. 3 der Brandenburgischen Kommunalverfassung leitet der an Lebensjahren älteste Gemeindevertreter die Sitzung bis zur Wahl einer Vorsitzenden bzw. eines Vorsitzenden der Gemeindevertretung. 

Der Wahlleiter hat anhand der eingereichten Wahlunterlagen festgestellt, dass ich diese Person bin.

Ich möchte mich nunmehr primär an die für diese Wahlperiode gewählten Gemeindevertreterinnen und –vertreter wenden. 

Sie haben sich, neben vielen anderen Kandidaten, entschlossen, im Interesse des Gemeinwohls für die Gemeindevertretung zu kandidieren und haben mit dem  Votum der Wählerinnen und Wähler den Sprung in die Gemeindevertretung geschafft. 

Ob Sie über die Sympathie zu einer Partei oder Wählervereinigung, oder über Ihren persönlichen Bekanntheitsgrad odereinfach dem politischen Trend folgend, gewählt wurden, müssen Sie selbst analysieren. Für uns in der Gemeindevertretung ist das bezüglich unserer gemeinsamen Arbeit unerheblich. Jedes Mitglied sollte in der Arbeit und bei Abstimmungen immer das Gemeinwohl als Maßstab seines Handelns anlegen. Persönliche Befindlichkeiten sind zurückzustellen.

In Diskussionen in den Gremien ist Empathie gefragt. Das heißt, zu erkennen, warum und wieso unter Umständen eine gegenteilige Position vertreten wird, als die eigene. Dabei ist die Antwort auf die Schlüsselfrage: Wem nützt was?  hilfreich. Vergessen Sie nie im Meinungsstreit: Es geht immer nur um die konkrete Sache, nie um die Person. Und Kompromisse gehören zum politischen Alltag, denn sie bringen uns weiter. Unterlegene, die ob ihrer Niederlage sich in die Schmollecke zurückziehen oder gar an Rache denken, verhalten sich undemokratisch.

Allen Mitgliedern der Gemeindevertretung und den noch zu wählenden Sachkundigen Einwohnern sei ans Herz gelegt, in den zu besetzenden Gremien zügig und konstruktiv zu arbeiten, denn dies zu ignorieren heißt, sich selbst und den anderen Teilnehmern Lebenszeit zu stehlen.

Nicht zufriedenstellend ist, dass von den 25 Mitgliedern nur 7 Frauen sind. Ihr Engagement für das Gemeinwohl neben Beruf und Familie kann nicht hoch genug gewürdigt werden. 

Von den 25 Mitgliedern sind 15, die erstmalig in die Gemeindevertretung gewählt wurden. Die erfahrenen Mitglieder sollen nicht belehrend in den Gremien gegenüber den Neulingen auftreten, sondern ihnen hilfreich zur Seite stehen. Keinesfalls ist es erlaubt, eine gewisse Unerfahrenheit auszunutzen, um damit ein bestimmtes Abstimmungsverhalten zu manipulieren.

Allgemein wird im Ergebnis eines Wahlkampfes von Wahlsiegern gesprochen. Siegen ist das Endergebnis eines Kampfes und folgendem Ausruhen auf den Lorbeeren. Davon kann bei uns keine Rede sein. Der eigentliche Kampf für das Wohl unserer Einwohner hat heute erst begonnen. Ob wir unsere gemeinsame Tätigkeit nach 5 Jahren als Sieg feiern können, wird sich zeigen. Bemühen wir uns nach Leibeskräften. Insofern wünsche ich uns optimale Schaffenskraft bei bester Gesundheit.

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