Der lange Weg zum Frieden

Nur die älteren Bürger haben die Schrecken des II. Weltkrieges und der nachfolgenden Jahre miterlebt. Manche sind heute noch traumatisiert und wollen bzw. können auch nach vielen Jahrzehnten nicht über das Erlebte sprechen. Für die Jüngeren, damit meine ich alle nach 1950 geborenen, ist der Frieden auf unserem Kontinent zur Selbstverständlichkeit geworden. Spätestens nach den bewaffneten Auseinandersetzungen im ehemaligen Jugoslawien ist für jene jeder „heiße“ Krieg weit weg, d.h., Staaten kämpfen in Europa nicht mehr gegeneinander. Selbst den „kalten“ Krieg haben wir im Allgemeinen ohne körperliche Versehrtheit überstanden und erfreuen uns als Bürger eines demokratischen Staates den Vorzügen, die uns die Europäische Union bietet. Wer das nicht wahrhaben mag, der sollte sich einmal mit der seriösen Geschichtsschreibung beschäftigen. Nationalismus und Patriotismus brachten dem Kontinent nur Tod sowie Verderben. 

Das friedliche Zusammenleben der Europäer ist keine Selbstverständlichkeit. Es gibt kein Rezept weltweit. Folglich wird es Erfolge und Misserfolge geben. Das ist so, wenn Menschen Gemeinschaften bilden. Das fängt bei der Ehe an und kann auch nicht anders im Staatenverbund sein.

Wir Mitglieder der Freien Wählervereinigung P/E sind begeisterte Europäer und setzen uns dafür ein, dass die Zugehörigkeit unserer Gemeinde zur EUauch öffentlich dokumentiert wird, indem in der neuen Hauptsatzung die Beflaggung in Rathausnähe anlässlich bundeseinheitlicher Feiertage mit der Gemeinde- und der Europaflagge verbindlich geregelt wird. Damit holen wir endlich das nach, was in anderen Kommunen in der EU schon lange üblich ist.

Günter Seyda

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